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Römerfest Augusta Raurica

27.-29. August 2005, Kaiseraugst (CH)

Nach langer Vorbereitung und Organsisation war es ab letzten Wochenende endlich soweit: Das erste eigene Lager der Keltengruppe Helvetii und gleichzeitig die erste offizielle Teilnahme an einer öffentlichen Veranstaltung.

Donnerstagabend wurde alles, was wir für’s Lager brauchten, von Gorm in meinen kleinen Renault Modus gepackt. Freitag hatte ich frei, so dass ich die Anreise sehr gemütlich angehen konnte. Um die Mittagszeit startete ich, hab die letzten frischen Einkäufe eingeholt, und machte mich dann gemütlich über Löffingen, Bonndorf durch den Südschwarzwald auf den Weg Richtung Schweiz.

Lustig war noch die Überquerung der Grenze… Meinen Modus hatte ich bis unters Dach vollgestapelt – und sogar noch darüber. Erweitert um eine Dachbox war das Auto wirklich sehr gut vollgepackt.
An der Grenze schaut der schweizer Zöller etwas verwundert in mein Auto:

„Was haben Sie denn da dabei?“
„Das ist alles…. Campingsausrüstung“
„Wie lange wollen Sie denn campieren? Das alles?!?!“

Nachdem ich erklärt hatte, ich wolle zum Römerfest und das sei eine römische Campingausstattung kam ich ohne weitere Kontrollen ungeschoren davon.

Ich war beizeiten auf dem Festgelände – aber von den Helvetiis keine Spur. War aber nicht so schlimm, langweilig wurde mir trotzdem nicht. Bei der Brettchenweberin Hilke und ihrem Mann bekam ich erstmal einen römischen Becher mit Kaffee.

Zwischendurch half ich noch mit, Hilkes Zelt an einen neuen Standort zu tragen, da der ursprünglich zu knapp bemessen war. Vier Mann, vier ecken, ein Römerzelt…

Gegen halb sechs traf Abona mit Anhang und Unterstützung ein. Mit sieben Leuten, zwischendurch traf auch noch Manu ein, war das Lager schnell aufgebaut. Gegen acht tauchten Flavia und Quintus auf, das dritte Zelt war flugs aufgestellt. Noch schnell Gari vom Bahnhof abgeholt und wir konnten zum gemütlichen Teil übergehen.
Im großen Topf wurden Kartoffeln gekocht (schließlich begann das Römerfest erst am Samstag, somit waren wir Freitagabend gänzlich frei, was wir uns gönnen).
Trauben, Apfel- und Birnenwürfel, Kartoffen etwas zerteilt – und es konnte losgehen. Flavia hatte 2,5kg Käsefondue-Mischung besorgt und so verteilten wir uns um die Feuerschale, worauf wir auf einem Rost den Käse schmolzen. Was lecker – und sehr lustig.

„In den See, in den See….“
„Wir haben keinen See…“
„Ins Dixi, ins Dixi, mit einem Gewicht an den Füssen!“



Samstag früh wurde das Lager aufgeräumt, Manu tauchte mit frischen Kipfeli auf, es wurde Kaffee aufgebrüht – die Spindeln ausgelegt, der Banner gehisst – die Helvetiis harrten auf die Besucher. Bereits am ersten Tag waren sehr viele Besucher unterwegs, es gab sehr viele Interessiert und unser Angebot, das Handspinnen zu erlernen, wurde oft und gerne angenommen.



Es entwickelten sich viele Gespräche, und die Besucher waren auffallend interessiert und nahmen sich Zeit. Vor allem sehr viele Kinder machten sich daran, das Spinnen zu lernen und nahmen anschließend eine Spindel und Garn mit nach Hause. Reihum kümmerten wir Frauen uns um die Spinnwilligen, während sich Egon und Quintus um die Arbeiten im Hintergrund kümmerten, und Ramos und Manu als fliegende Händler auf dem Festgelände unterwegs waren.

Das Fest endete am Samstag um 18 Uhr, danach gingen wir zum gemütlichen Teil über. Bernd, der Speerwerfen, wurde auch in unsere Runde aufgenommen und wir machten uns einen geselligen Abend mit quatschen – und lustigem Party-Rate-Spiel.

Sonntag – wir hatten tagsüber schon das Gefühl, dass es noch mehr Besucher als am Vortag waren, die das Römerfest besuchten. Abends erfuhren wir dann, dass mit 28.000 Besuchern dieser Tag die bisher höchste Besucheranzahl seit Beginn des Römerfestes hatte.

Um 17 Uhr endete das Fest, und binnen 2 Stunden waren die Zelte und das Lager wieder in 3 Pkws verschwunden. Überstürzt auseinander rennen wollten wir nicht, so verlagerten wir den Abschluss in eine nahe gelegene Pizzeria, wo wir unsern Start in Augst noch einmal gemeinsam Revue passieren lassen konnten.

Gegen elf, nach knapp 2 Stunden Fahrt, hab ich mein Auto erstmal in die Garage gepackt. Das Ausräumen wurde auf heute Abend verschoben, dazu war ich gestern nicht mehr in der Lage… gäääähhhhnnn.

Die Bilder vom Wochenende habe ich mal wieder ausgelagert – sie sind hier zu finden.
29.8.05 11:47
 



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