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Spinnerei Linthal


Anläßlich des Schweizer Spinntreffens haben wir am 5.Juni 2004 die Baumwoll-Spinnerei in Linthal im Glarner Land besichtigt.

Nur wenige Minuten zur Fuß war es vom Hotel, wo das Spinntreffen stattfand, zur Baumwoll-Spinnerei in Linthal, einer von derzeit noch 6 Spinnereien in der Schweiz. Sie beliefert in erster Linie die Kleidungsindustrie mit ungefärbten feinen BW-Garnen zur weiteren Verarbeitung.




Gegen 14 Uhr ging es zur Fabrik, wo wir ersteinmal Grundlagen über die Baumwollverarbeitung mitgeteilt bekamen, und einen Film mit technischen Details ansehen konnten. Es wurde dann auch Baumwolle in verschiedenen Verarbeitungsstadien (Rohbaumwolle, Vlies, Kardenband, Kammzug, Vorfaden) durch die Reihen gereicht – aber grundsätzlich verschwand das meiste natürlich in unsern Taschen und nur ein geringer Teil schaffte die komplette Runde durch 40 Spinnerhände.

Dann ging es zur Werksbesichtigung, die in einem der beiden betriebseigenen Kraftwerken begann. Der Strom für die Firma wird mittels Wasserkraft erzeugt, nur im Winter, wenn der Bergbach gefroren ist, wir zugekauft.

Dann ging es an den Anfang der Garnproduktion – die rohe Baumwolle. Diese wird derzeit aus Zentralasien, Griechenland und der Türkei eingekauft und wird in großen Ballen geliefert. Diese Ballen werden mittels einer Maschine in einzelne Flocken „gefräst“.



Hier sieht man es noch etwas deutlicher – die Ballen werden Schicht um Schicht mittels einer Vorrichtung, die an einen Vertikutierer erinnert, zerlegt und per Luftstrom zur weiteren Verarbeitung transportiert.



Es folgt eine Reinigung der Faser mittels Zentrifugalkraft. Dies geschieht alles in einem geschlossenen System, das nächste Mal, wenn man die Fasern zu Gesicht bekommt, ist es schon zu einem Kardenband weiterverarbeitet worden.



Das Kardenband wird einer weiteren Maschine zugeführt, die darauf ein Vlies kämmt.






Aus dem Vlies wird schließlich ein Kammzug hergestellt, der sich durch exakt parallel ausgerichtete Fasern auszeichnet.


Dieser wiederum wird, als Vorgarn, der eigentlichen Spinnmaschine zugeführt.



Das Spinnen wiederum erfolgt mit einer raffinierten Technik – oben wird das dickere Vorgarn langsamer zugeführt, als es im unteren Bereich mittels eines Flyers (der silberne Ring) zu dünnem Garn versponnen wird. Diese Spindeln schaffen 25.000m in der Stunde. Neue Systeme schaffen bis über 100.000m je Stunde.



Unten wird dann das gesponnene Garn auf kleinere Spulen aufgewickelt.



Hier sieht man eine ganze Gasse voller Spinnmaschinen, jeweils oben das Vorgarn, unten die kleinere Spule für das fertige Garn. In der Maschinenhalle befinden sich schätzungsweise 10 solche Spinngänge.



Anschließend werden die Spulen eine Etage höher transportiert, wo sie auf größere Rollen umgespult werden. Dabei werden die Fäden der einzelnen kleinen Spulen automatisch per Druckluft angespleißt.



Im Foyer der Firma gab es noch ein technisches Wunderwerk zu besichtigen, das uns Spinnerinnen natürlich am meisten faszinierte: Robofol – eine Maschine, die gerissene Spinnfäden automatisch erkennt und den Fadenbruch selbsttätig beseitigt. Mittlerweile ist Robofil in „Pension“ geschickt worden, da er zu anfällig und zu teuer in der Instandhaltung geworden ist.










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